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Wasserturm auf dem ehm. LKH-Gelände
Wasserturm auf dem LKH-Gelände

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Euthanasie - Gedenkstätte Lüneburg

Gedenkstätte auf dem Gelände der Psychiatrischen Klinik Lüneburg.

Warum eine Gedenkstätte für die Opfer der Psychiatrie im Nationalsozialismus auf dem Gelände der Psychiatrischen Klinik Lüneburg?

Die ersten Überlegungen für eine Bildungs- und Gedenkstätte auf dem Gelände der Psychiatrischen Klinik Lüneburg liegen lange Jahre zurück. Die Gespräche und Bemühungen um eine Bildungs- und Gedenkstätte haben gezeigt, dass in der Psychiatrischen Klinik Lüneburg nachdenklich und verantwortungsbewusst auch mit der eigenen Geschichte im „Dritten Reich“ umgegangen wird.

Vor allem durch die „Kinderfachabteilung“ Lüneburg bietet der Standort Lüneburg eine Besonderheit bei den NS-Verbrechen in der Psychiatrie in Niedersachsen, vergleichbar bedeutsam wie die Ereignisse in den zentralen Vernichtungsanstalten der „T4-Aktion“:

Die Anstalt Lüneburg ist die einzige in Niedersachsen, für die durch staatsanwaltschaftliche Ermittlungen ab 1945 zweifelsfrei festgestellt wurde, dass es sich um eine Tötungsstätte gehandelt hat. Die Zahl der Opfer liegt bei 260 bis 370. Lüneburg war eine der etwa 30 "Kinderfachabteilungen" in Deutschland und außerdem eine "Durchgangsanstalt" zu einer der zentralen Tötungsanstalten, sowie 1944 eine Sammelstelle für geisteskranke Ausländer. (Quelle: Raimond Reiter, Psychiatrie im Dritten Reich in Niedersachsen - Hannover 1997)

Aus diesen Gründen wurde die Planung einer Bildungs- und Gedenkstätte auf dem Gelände des ehm. Landeskrankenhauses Lüneburg (heute Psychiatrische Klinik Lüneburg) von der Krankenhausleitung befürwortet und von einer Arbeitsgruppe im ehm. Landeskrankenhaus vorbereitet. Als Trägervereine traten die Geschichtswerkstatt Lüneburg e.V. und der Psychosoziale Verein Lüneburg e.V. auf.

Die Bedingungen und Voraussetzungen für eine Bildungs- und Gedenkstätte waren besonders günstig, da durch die Vorbereitungen zum 100-jährigen Jubiläum des Landeskrankenhauses im Jahre 2001 umfangreiches Material auch zur Geschichte im Nationalsozialismus im ehm. Landeskrankenhaus gesammelt wurde.

2015 hat sich daraus ein neuer eigenständiger Verein gegründet, die „Euthanasie“ – Gedenkstätte Lüneburg e.V.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.pk.lueneburg.de/gedenkstaette/

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